In den Blick-Ausgaben vom 16. Dezember und 20. Dezember berichtete die Boulevardzeitung über das Traumpaar der Volksmusik "Stixi & Sonja". Blick veröffentlichte Zitate wie: "Wir (Stixi & Sonja) profitieren von Rudis Selbstmord", "Durch Rudis Suizid ist unser Marktwert rasant gestiegen", "So schlimm, wie es tönen mag, aber Rudis und Vrenis Tragödie entpuppt sich je länger je mehr als unser Glück".
Die Stixenbergers werfen dem Blick vor, die Zitate frei erfunden zu haben und sind über die Art und Weise des Blick-Journalismus schockiert. Die Zitate seien ihnen nie zum Gegenlesen vorgelegt worden. "Ich habe nie davon gesprochen, dass wir kaum darauf warten könnten, die Nachfolge von 'Vreni und Rudi' anzutreten", sagt Erwin Stixenberger gegenüber "persoenlich.com". Ebensowenig habe er geprahlt, dass man vom Tod des Volksmusikers Rudi profitieren würde.
Nach der Veröffentlichung des ersten Artikels im Blick hätte Stixenberger gerne eine Wiedergutmachung von der Redaktion gesehen. Dominik Hug, der Verfasser des Artikels, habe ihm gegenüber daraufhin die Mechanismen des Boulevard-Journalismus erklärt: Zuerst müsse man provozieren, dann kämen "aufbauende" Nachfolgeberichte und im Anschluss dann das Happy-End.
Zum letzten Akt jedoch wird es kaum kommen: Der Blick plant keine wohlwollende Folgegeschichte. Auch bestreitet Hanspeter Peyer, stellvertretender Blick-Chefredaktor gegenüber "persoenlich.com", dass sein Redaktionskollege die Aussagen nicht autorisieren liess. Hug habe Herrn Stixenberger die Zitate am Telefon vorgelesen, so Peyer. Hug ist anfangs Woche in die Ferien abgereist. Der Journalist gönnt sich eine Pause, bevor er auf Anfang kommenden Jahres seinen neuen Job als Unterhaltungschef beim Sonntagsblick angeht.
Stixenberger sieht davon ab, rechtliche Schritte gegen den Blick einzuleiten. Für einen Volksmusiker ist es nicht eben ratsam, die Ringier-Presse gegen sich aufzubringen. Dem Schlagersänger sind die vergangenen Tage an die Substanz gegangen: Anonyme Anrufer hätten ihn nach dem Blick-Artikel vom Freitag beschimpft, bedroht und beleidigt, so Stixenberger gegenüber "persoenlich.com". "Solche Dinge sind nie schön für die Betroffenen", so der Volksmusikstar, "und schon gar nicht in der Adventszeit".(dv)