Blocher warnt Köppel vor Einstieg in die Politik

Weltwoche - SVP-Chefstratege sagt, der Verleger würde im Parlament verarmen.

von Adrian Schraeder

Für Christoph Blocher ist der Rücktritt aus dem Nationalrat ein «Sprung nach vorn»: Er will sich als Kämpfer gegen den «schleichenden EU-Beitritt», aber auch als Unternehmer – u.a. als Besitzer der Basler Zeitung – stärker engagieren als bisher, wie er im Interview mit der Zeitung Schweiz am Sonntag sagt.

Angesprochen auf mögliche Nachfolger, warnt Blocher den Weltwoche-Verleger Roger Köppel: «Der soll ja nicht in die Politik! Das wäre das Dümmste! Dann verplämpert er seine Zeit im Parlament, statt mit seiner Zeitung eine wichtige Rolle zu spielen. Köppel würde im Parlament verarmen. Er hat ja auch ausserhalb eine politische Bedeutung. Und würde er Parteipräsident, hiesse es: Die Weltwoche ist die Zeitung des SVP-Präsidenten, das wäre nicht gut.» (Schweiz am Sonntag)

Bild: Keystone