Boom auch in der Schweiz

Interaktives Fernsehen - Zunahme der Formate klar feststellbar.

Das lukrative Spiel mit dem Zuschauer beschert den TV-Sendern Millionen. Per SMS abstimmen oder eine Grussbotschaft schicken, Bargeld gewinnen per Telefon, das Geschäft mit der Interaktivität boomt auch in der Schweiz, wie Cash berichtet. "Wir haben täglich interaktive Sendungen im Programm", sagt SF DRS-Mediensprecher Urs Durrer.

"Call Media" oder "Mehrwerdienste" ist der Sammelbegriff für Angebote, bei denen der Zuschauer sein Telefon oder Handy benutzt, um mittels Anruf oder SMS ins Geschehen auf dem Bildschirm einzugreifen. Eine Studie der Berliner Medienforschungsanstalt zeige eine "rasante Zunahme" dieser Dienste. 300 bis 400 Mio. Euro habe in Deutschland das Marktvolumen im Jahr 2003 betragen und soll bis ins Jahr 2008 auf 780 Mio. Euro anwachsen.

Für den Schweizer Markt gebe es keine vergleichbaren Zahlen, eine Zunahme der Formate sei aber klar feststellbar. SF DRS ist mit "SMS-Galaxy" am Start, Star TV mit "Game TV". Klassenprimus in Sachen Interaktivität ist gemäss Cash Viva Schweiz. Neben der SMS-Pinwand "Vivamat" sei "EasyCash" das auffälligste Beispiel in der Schweizer Fernsehlandschaft. In dieser Sendung gilt es, verzwickte Geometrie- und Worträtsel zu lösen.

Schon im zweiten Quartal 2004 habe es "EasyCash" unter die Top-ten der Viva-Formate geschaft. Rund 14'000 Personen würden jeden Abend das interaktive Rätselraten verfolgen. Cash schätz aufgrund der Angaben von Andreas Auerbach, Cher der "EasyCash"-Produzentin Voice Publishing, dass der Sender an seine Zuschauer knapp 1.5 Mio. Franken pro Jahr auszahlt. Wieviele Personen anrufen (Fr. 1.50/Anruf) wollte Auerbach nicht verraten.