Brand sorgt für Sendeausfall beim Fernsehen

Ukraine - Die Vize-Chefin des Sicherheitsrats vermutet russische Sabotage.

Ein nächtlicher Kabelbrand hat am Donnerstag für einen Stromausfall am Fernsehzentrum in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gesorgt. Während der Leiter der Kiewer Regionalverwaltung, Wolodimir Bondarenko, von einem Kurzschluss ausging, vermutete die Vize-Chefin des Sicherheitsrats Sabotage.

"Erste Informationen" legten nahe, dass ein Brandsatz auf die unterirdischen Strom- und Signalanlagen geworfen worden sei, schrieb Viktoria Sjumar auf Facebook. "Nur ein Fachmann kann wissen, wo diese Kabel sich befinden", betonte die Vize-Chefin des ukrainischen Geheimdienstes. Es handle sich um einen "klassischen Sabotageakt". Es entspreche der "Logik der russischen Geheimdienste gemäss der leninistischen Doktrin", strategische Kommunikationseinrichtungen anzugreifen, sagte Sjumar.

Das staatliche Fernsehen der Ukraine fiel für mehrere Stunden aus. Auch Radiosender waren betroffen. Der Brand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Das Fernsehzentrum arbeitete mit Notstromgeneratoren und nahm seine Programme mit einer Talkshow über den Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges wieder auf. (sda)