Break-Even frühestens 2004

20 Minuten - Geschäftsführer Rolf Bollmann im Interview mit dem Media Trend Journal.

Den Break-Even schafft 20 Minuten entgegen früherer Hoffnungen auch 2003 nicht, die Gewinnschwelle wird frühestens im kommenden Jahr erreicht -- vorausgesetzt, der Markt entwickle sich wieder aufwärts. Dies sagt Geschäftsführer Rolf Bollmann in einem Interview mit dem Media Trend Journal.

Der Tamedia-Konkurrent Express werde 20 Minuten in der Anzeigenentwicklung "sicher ein bisschen blockieren", so Bollmann weiter, doch würden 44 Prozent des Umsatzes von 20 Minuten national generiert. Der Markt Zürich soll 36 Prozent ausmachen.

Bezüglich Leserschaftszahlen kündigt Bollmann an, 20 Minuten werde "wieder die grosse Gewinnerin sein". Eine weitere Auflagenerhöhung in Zürich sei aber aufgrund der langen Transportwege aus dem Vorarlberg und beschränkter Druckkapazitäten nicht möglich.

Zu den Gerüchten um mögliche Kooperationspartner (Ringier, Tamedia, WAZ-Gruppe) wollte Bollmann keinen Kommentar abgeben, das liege nicht in seiner Kompetenz. Als operativer Leiter würde er es aber "nicht ungern sehen, falls ein starker Schweizer Verleger sich bei 20 Minuten beteiligen würde". Finanzinvestoren hätten immer das Ziel, auszusteigen wenn sie ihre Investition zu einem guten Preis verkaufen können. Er sei, so Bollmann, "fest überzeugt", dass sie bald eine hervorragende Rendite für ihr Investment erhielten.

Käme es zu einer Zusammenarbeit mit Tamedia, würde es "sicher keinen Sinn machen, den Express zu lancieren", sagte Bollmann gegenüber dem Media Trend Journal weiter. Gegenwärtig bestehe bereits eine Kooperation bei der Vertriebslogistik, wo Tamedia den Transport zwischen Zürich, Bern und Basel abwickle.