Nach einem kritischen Bericht unter Berufung auf Wikileaks- Veröffentlichungen haben die russischen Behörden dem Russland-Korrespondenten des "Guardian" dem Blatt zufolge die Wiedereinreise verweigert. Der britische Reporter hatte von der Enthüllungsplattform veröffentlichte Depeschen genutzt und über Vorwürfe berichtete, dass Russland unter der Herrschaft von Wladimir Putin faktisch ein "Mafia-Staat" geworden sei.
Der Chefredaktor des "Guardian", Alan Rusbridger, erklärte am Montag, der Korrespondent habe sich zwei Monate lang in London aufgehalten, um über die Inhalte der Wikileaks-Depeschen zu schreiben. Als er am Wochenende nach Moskau zurückkehren wollte, hätten ihm die russischen Behörden die Einreise verweigert. Der Journalist sei ohne Erklärung sofort in eine Maschine zurück nach Grossbritannien gesetzt worden, sagte Rusbridger. Im April vergangenen Jahres wurde er dem Blatt zufolge in Inguschetien festgenommen, nachdem er die Kaukasus-Region besucht hatte. (sda)