Am vergangenen Donnerstag wurde an einer Buchvernissage an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich das neuste Buch von Journalist Karl Lüönd getauft. Das im Verlag NZZ Libro erschienene Werk mit Namen "Gelebtes Unternehmertum" zeichnet die Erfolgsgeschichte des Hinwiler Unternehmens Ferag, das weltweit in der Förder- und Verarbeitungstechnik von Printprodukten erfolgreich ist, nach.
Gleichzeitig stellt der Autor die sich immer rasanter verändernde Medienlandschaft Schweiz vor, beginnend in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Die rund 120 Teilnehmer der Buchtaufe setzten sich aus Vertretern der Bereiche Politik, Wirtschaft und Medien zusammen und wurden durch die Rektoren der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich, Jacques Bischoff, und der Hochschule für Technik, Bedi Büktas begrüsst. Nach dem Referat von Karl Lüönd, "Von der NZZ zu Murdochs Imperium. Die Medien als Wirtschaftsfaktor" führte Matthias Ackeret, Chefredaktor "Persönlich", ein Gespräch mit dem Autor zusammen mit Walter Reist, Gründer der Ferag und Heinz Möckli, Präsident des VR der Ferag AG, Hinwil.
Zum Buch: Der junge Konstrukteur Walter Reist hatte für die "Neue Zürcher Zeitung" ein Problem gelöst: den schmierfreien Transport der frisch gedruckten Zeitungen von der Rotationsmaschine bis zur Verladerampe. Weil sein Arbeitgeber die Erfindung nicht weiterentwickeln wollte, machte er sich selbstständig und gründete mit dem Kettenlieferanten 1957 die Ferag in Hinwil (ZH).
Seither ist das Unternehmen auf 1500 Mitarbeitende angewachsen und weltweit zum Markenzeichen für intelligente Zeitungstransportsysteme und verarbeitende Fördertechnik geworden. Ferag-Systeme haben Zeitungen und Zeitschriften konkurrenzfähiger gemacht. Bis 1996 leitete Walter Reist, der über 4000 Patente erworben hat, das Unternehmen selbst. Karl Lüönd stellt die technischen Innovationen von Ferag in direkten Zusammenhang mit der globalen Entwicklung der Werbe- und Medienindustrie.