Die fünfköpfige Bündner Kantonsregierung hat sich am Dienstag in corpore gegen die No-Billag-Initiative ausgesprochen. Für den dreisprachigen Kanton sei eine intakte Medienlandschaft von höchster Bedeutung, sagte Bildungsdirektor Martin Jäger. Bei einer Annahme der Volksinitiative wäre die Regionalberichterstattung innert kurzer Zeit in allen drei Sprachregionen Graubündens «praktisch gänzlich zerschlagen», erklärte Jäger am monatlichen Treffen in Chur mit Medienvertretern am Dienstag.
Von den sieben Bündner Bundesparlamentariern befürwortet einzig SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher (SVP) die Initiative. Sie stimmte dem Begehren in der Schlussabstimmung Ende September zu. (sda/eh)