Der Konzernchef des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner, hat keine Absichten in der Schweiz Verlage aufzukaufen oder sonstwie Unruhe zu stiften, wie er gegenüber der Wirtschaftszeitung Cash im Interview sagte. Weiter nahm Döpfner Stellung zu Roger Köppel und dessen Zukunft in Deutschland.
Dass Roger Köppel Deutschland als Journalist kaum kennt, macht Döpfner keine Sorgen. "Frischer Westwind", sagt er und dass ihm die entschlossene und radikale Art Köppels gefalle. Einen Rechtsrutsch im Weltwoche-Stil sei laut Döpfner mit dem Engagement Köppels nicht zu befürchten: "Köppel muss die Zeitung nicht radikal umbauen. Die Wende haben wir schon vor sechs Jahren vollzogen".
Auf die Frage, wieviel Zeit man Köppel gebe, antwortet Döpfner kryptisch: "Die wichtigste Tugend eines Verlages ist die Geduld. Die grösste Gefahr ist zuviel Geduld". Er setze einen Chefredaktor aber nicht mit Monatsfristen unter Druck. Da entstehe "nur Krampf".