"Wir werden weitere Firmen zukaufen", sagte Cablecom-Chef Rudolf Fischer in einem Interview mit der Handelszeitung vom Mittwoch. Ausserdem wolle der TV-Kabelnetzbetreiber organisch wachsen." Zum einen mit neuen Triple-play-Produkten, also Angeboten, die Internet, Telefon und Fernsehen verschmelzen. Zum anderen mit unserem neuen Digital-TV-Angebot", sagte Fischer.
Um Löcher im eigenen Netz zu stopfen, will Cablecom die Abschaffung des Swisscom-Monopols auf den Hausanschlüssen im nächsten Jahr nutzen. "Wir werden punktuell sicherlich in die letzte Meile investieren, und dies vor allem in urbanen Gebieten und für Geschäftskunden", sagte Fischer. Der seit dem letzten Dezember angebotene Mobilfunk werde in nächster Zeit nicht zu einem Kerngeschäft von Cablecom. "Langfristig benötigt es diesen Bereich aber für die Konvergenz von Fest- und Mobilfunktechnologie", sagte Fischer.
Das Geschäft kommt allerdings trotz Billigpreisen kaum in Schwung: Bis Ende September hat Cablecom lediglich 7900 Handykunden gewonnen. "Unsere Erwartungen sind damit erfüllt", sagte Fischer dazu. Zum Vergleich: In der gleichen Zeit nahm bei Sunrise die Zahl der Mobilfunkkunden um 50 000 zu. Am stärksten ist Cablecom in diesem Jahr beim digitalen Fernsehen, der Telefonie und im Internet gewachsen. Im dritten Quartal schauten 124 300 Abonnenten digitales TV. Das sind 43 000 mehr als Anfang Januar. Das Wachstum sei erfreulich, sagte Fischer: "Mit unserem neuen Angebot wird es eine Beschleunigung geben."