CEO Kall macht sich gegen Mobbing und sexuelle Belästigung stark

Tamedia - Neue Richtlinien erlassen.

Tamedia-CEO Martin Kall will in seinem Haus verstärkt gegen sexuelle Belästigung und Mobbing vorgehen. In einem Interview mit der Hauszeitung doppel:punkt erklärte er, dass es wichtig sei, dass Mobbing und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz nicht tabuisiert würden. "Diese Verhalten missachten die Persönlichkeit von Kolleginnen und Kollegen und können sie so drangsalieren, dass sie im schlimmsten Fall gravierende gesundheitliche Schäden davon tragen", sagte Kall. Weiter machte er darauf aufmerksam, dass ein Unternehmen auch daran gemessen würde, wie fest es sich beim eigenen Wort nehme. "Für ein Unternehmen, das seinen Erfolg auf Vertrauen gründet, auf Verlässlichkeit, kann eine Missachtung seiner eigenen Verhaltens-Regeln fatale Folgen haben. Da sind wir Medien-Unternehmen noch viel mehr gefordert als eine Schnellimbiss-Kette".

Angst macht dem CEO vor allem die mangelnde Zivilcourage, die mit steigenden Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz aktuell werde. "Wenn zum Druck, der auf der Gruppe lastet, die Angst hinzukommt, sich zu wehren -- das ist gefährlich. Das müssen wir verhindern." Mit neuen Richtlinien will die Tamedia signalisieren, dass es ihr Ernst sei.