"Charlie Hebdo" blockiert

Türkei - Dutzdende Websites gesperrt, die religiöse Gefühle verletzten könnten.

Die Behörden in der Türkei haben den Zugang zur Internetseite des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" blockiert. Nutzer in der Türkei erhielten am Freitag eine Fehlermeldung, wenn sie versuchten, die Adresse aufzurufen. Sie gehöre zu Dutzenden von Webseiten, deren Sperre die Telekommunikationsbehörden im vergangen Monat beantragt habe, weil sie religiöse Gefühle verletzten könnten, berichtete die Zeitung "Hürriyet".

Betroffen ist auch die Internetseite der einzigen Atheisten-Vereinigung in der mehrheitlich muslimischen Türkei. Schon nach dem Anschlag auf die Redaktion in Paris waren auf Anordnung eines Gerichts in der Türkei Internetseiten gesperrt worden, die ein islamkritisches Titelbild des Magazins zeigten. (Süddeutsche)