Laut BBC-Chef Mark Thompson gibt es zu wenig ältere Nachrichtensprecherinnen und Moderatorinnen. Der Medienkonzern ist in den vergangenen Jahren viel Kritik bezüglich Altersdiskriminierung sowie Sexismus unterzogen worden und habe nun Antworten über den Mangel älterer Frauen im Fernsehen zu geben. Thompson wies besonders auf die frühere BBC Countryfile-Moderatorin Miriam O'Reilly, 54, hin, die nach ihrem Rauswurf begonnen hat, sich gegen Altersdiskriminierung sowie Sexismus einzusetzen. Für den BBC-Chef war dies ein "wichtiger Weckruf". Während man die Zahl älterer Frauen in Führungsrollen bei der BBC erhöht hat, blieb der Anteil an Frauen hinter der Kamera jedoch gleich.
Des Weiteren befinde sich die BBC "in einer anderen Klasse als alle anderen". "Die Öffentlichkeit habe "jedes Recht, sich mehr Fairness sowie Aufgeschlossenheit bezüglich des Umgangs sowohl mit Rundfunksprechern als auch dem Publikum zu erwarten". Zudem hat die Umfrage "Serving All Ages" ergeben, dass mehr als ein Drittel von Frauen über 55 Jahren der Meinung sind, zu wenig ihrer Altersgenossinnen auf dem Bildschirm zu sehen.
Laut Thompson muss der Rundfunk seine Mitarbeiterinnen wertschätzen und sicherstellen, dass ihr Alter kein Hindernis für ihren zukünftigen Arbeitsplatz darstellt. (pte)