Chef Gorny will keine Probleme mit Ex-Konkurrentin Mühlemann haben

Viva - "Schweizer Markt zu klein".

Der Viva-Mitgründer und -Chef Dieter Gorny bezeichnet den Schweizer Markt als ziemlich eigenständig und sieht Viva Schweiz darin gut aufgestellt. "Das Grundproblem ist nur, dass er eigentlich zu klein ist, um erfolgreich Privatfernsehen betreiben zu könnne", so Gorny in einem Interview der Aargauer Zeitung. Der Spielraum bei Produkt und Kosten wachse mit der Grösse des Marktes.

Hatte Gorny vor zwei Jahren den Übernahmeversuch von Viacom noch abgewehrt, entschloss er sich diesen Juni zum Verkauf seiner Aktien. "Das Wachstumskonzept hat mich überzeugt. Die Perspektiven stimmen", so Gorny in der Aargauer Zeitung weiter.

Der Medienkonzern Viacom beherrscht nun mit MTV, der Viva Medien AG samt ihren Musiksendern und der Produktionsfirma Brainpool den deutschen Musikfernsehmarkt. Gorny sieht da aber kein Monopol. Es sei noch nie soviel Musik im deutschsprachigen Fernsehen gezeigt worden. Gorny erwähnt auch die besondere Rolle des Senders in Sachen Nachwuchsförderung.