Cablecom-Chef Rudolf Fischer hat am Montag seinen Rücktritt von der Spitze der Kabelnetzbetreiberin bekannt gegeben. Fischer ist seit 2001 in verschiedenen, leitenden Funktionen für das Unternehmen tätig. Nach sieben Jahren des Auf- und Ausbaus habe er sich entschlossen, die Führung des Unternehmens in neue Hände zu geben. Bis ein Nachfolger bestimmt ist, wird Gene Musselman, President and Chief Operating Officer UPC Broadband, in der Führung der Firma eng mit Rudolf Fischer zusammenarbeiten, heisst es in einem Communiqué.
Neben Fischers Abgang wird Cablecom ihre Organisationsstruktur straffen und will Synergien im IT- und Backoffice-Bereich nutzen. In diesem Zusammenhang prüft das Unternehmen auch einen Stellenabbau. Diese Massnahmen werden laut Mitteilung vor dem Hintergrund des sich zunehmend verschärfenden Wettbewerbs ergriffen und um das Unternehmen auf seine Kernbereiche zu fokussieren.
Im Zuge dieser Schritte werden auch ein Stellenabbau und bis zu 150 betriebsbedingte Kündigungen in Erwägung gezogen. Um diese abzufedern, werden laut Cablecom zunächst Massnahmen wie Einstellungsstopps und damit zusammenhängend die Ausnützung der natürlichen Fluktuation, alternative Arbeitszeitmodelle oder Frühpensionierungen geprüft. Ein definitiver Entscheid über allfällige betriebsbedingte Kündigungen wird im Januar nach der Auswertung der Konsultationsergebnisse gefällt.