Chefin der "NYT" kommt nach Luzern

SMF - Philipp Hildebrand hat abgesagt.

400 Meinungsführer aus Medien, Wirtschaft und Politik treffen sich am 31. Mai und 1. Juni 2012 im KKL Luzern. Seit kurzem ist das Programm des diesjährigen Swiss Media Forum (SMF) bekannt.

Mit dabei sind zum Beispiel der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer, CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner, Swiss-CEO Harry Hohmeister, SRG-Generaldirektor Roger de Weck, Annabelle Yu Long, die China-Chefin des Bertelsmann-Konzerns, John Della Volpe, Leiter des Harvard Institute of Politics oder Kommunikationsprofessorin Miriam Meckel. Und als besonderer Gast: die "New York Times"-Chefredaktorin Jill Abramson.

"Auf Jill Abramson bin ich ganz besonders gespannt. Sie ist die erste Frau an der Spitze dieser Zeitung und steht wegen der Einführung der Online-Paywall international unter Beobachtung. Eine äusserst spannende Persönlichkeit", freut sich SMF-Initiator Patrik Müller. Der "Sonntag"-Chefredaktor hatte das SMF 2011 ins Leben gerufen. Was erwartet die Gäste bei der diesjährigen Ausgabe? Persoenlich.com hat nachgefragt:

Herr Müller, welcher Referent war besonders schwierig zu bekommen?

Der erst 19-jährige Pianist Teo Gheorghiu, bekannt aus dem Film "Vitus", der viele internationale Konzertauftritte hat. Er wird Debussy spielen - und zwischen der Musik- und der Medienindustrie gibt es wegen der Digitalisierung interessante Parallelen, die wir diskutieren. Da er Anfang Juni zufällig in der Schweiz sein wird, klappt es mit seinem Auftritt in Luzern.

Gab es einen Wunsch-Gast, der Ihnen einen Korb gegeben hat?

Philipp Hildebrand hatte ursprünglich als Eröffnungsredner zugesagt. Es sah erst so aus, als käme er trotz seines Rücktritts. Nach längerem Zuwarten hat er dann aber abgesagt.

Letztes Jahr zählten Sie 320 Gäste. Was tun Sie, damit es 2012 mindestens wieder so viele sein werden?

Wir erwarten bei der zweiten Durchführung nun rund 400 Teilnehmer. Mehr möchten wir auch gar nicht unbedingt. Es müssen die "richtigen" Leute kommen, nicht möglichst viele. Das Programm ist mindestens so spannend wie 2011 und wir haben keine Terminüberschneidungen mehr mit anderen wichtigen Veranstaltungen wie dem St. Galler ISC Symposium.

Die Teilnahme an Forum und Dinner kostet 890 Franken. Ausserdem dauert der Anlass zwei Tage. War es für Sie eine Option das Symposium auf einen einzigen Tag zu verkürzen?

Nein. Wir hatten sehr gutes Feedback auf dieses Konzept, das ja keine zwei vollen Tage umfasst, sondern zwei Halbtage: Den Donnerstagnachmittag und den Freitagvormittag. So kann, wer will, an beiden Tagen noch arbeiten. Der Abend mit dem Dinner ist fürs Networking wichtig.

Warum genau engagieren Sie sich persönlich so stark für diesen Anlass?

Bisher gab es in der Schweiz kein Symposium, an dem sowohl Führungskräfte aus den Medien wie auch solche aus Unternehmen, Kommunikation und Behörden zusammenkommen. Die Themen und Referenten des Swiss Media Forums interessieren mich, da ich ja noch etwa drei Jahrzehnte in der Branche arbeiten werde und erfahren möchte, wie ihre Entwicklung von verschiedenen Seiten beurteilt wird.

Zusätzliche Informationen gibt es auf swissmediaforum.ch sowie über @SwissMediaForum. (eh)