Chefredaktor Hans Stutz verlässt Medienmagazin

Klartext - Weggang nach sieben Jahren im Amt.

Das Medienmagazin Klartext muss sich nach einem neuen Chefredaktor umschauen. Hans Stutz hat gekündigt und verlässt Ende Oktober nach über sieben Jahren im Amt die Branchenzeitschrift. Stutz habe Klartext als unverzichtbare Medienpublikation positioniert und zu einer der führenden Stimmen in der Branche gemacht, erklärt der Stiftungsrat der Zeitschrift in einer Mitteilung.

"Ich hatte noch nie solange eine Stelle inne wie beim Klartext. Irgendwann kommt jedoch immer die Zeit, sich zu überlegen etwas anderes zu machen", begründet Stutz seinen Beschluss, die Kündigung einzureichen. Der Stiftungsrat macht sich nun auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für den Posten.

Laut Stutz steht der Klartext finanziell heute besser da, als bei seinem Amtsbeginn vor sieben Jahren. Dies, obwohl der Markt seit einigen Jahren schwierig sei -- was nicht in erster Linie mit der neuen Konkurrenz durch die vor zwei Jahren lancierte Branchenzeitschrift Schweizer Journalist zu tun habe. "Vielmehr haben sich die Mediabudgets der Verlage rückläufig entwickelt", so Stutz.

Mit Hans Stutz als Chefredaktor machte Klartext immer wieder auf die zunehmende Kommerzialisierung der Medienbranche aufmerksam und kritisierte die zunehmende Konzentration auf wenige Verlagshäuser. Zugleich bezog der Titel Stellung für die Interessen der Medienschaffenden sowie den öffentlich-rechtlichen Sektor der Branche und betonte die staatspolitische Notwendigkeit der Medien für Gesellschaft, Demokratie und Staat.