Chefredaktor René Lüchinger sucht den achten Bundesrat

Blick - Der Gewinner bekommt ein eigenes Büro und einen Lohn von 50'000 Franken.

Neu gibt es nicht mehr nur Castings für Musiker und Tänzer, sondern auch für Bundesräte. Der "Blick" macht sich auf die Suche nach einem achten Regierungsmitglied. Dieses soll sich im Herbst während 45 Tagen für die Schweizer Bevölkerung einsetzen.

Der Schweiz stünden insbesondere nach der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative turbulente Zeiten bevor, schreibt der "Blick" am Montag. Mit dem Casting eines Volksbundesrats sollen die Diskussion über die Zukunft der Schweiz lanciert und unkonventionelle Lösungsansätze für dringende Herausforderungen gesucht werden.

"Die Idee entstand in Zusammenarbeit mit einer externen Agentur", erklärt "Blick"-Chefredaktor René Lüchinger auf Anfrage von persoenlich.com. Über die Website könne jedermann Vorschläge einbringen, wofür sich der achte Bundesrat einsetzen soll. Daneben habe der Bundesrat auch eine eigene Agenda mit Themen, die er anpacken muss.

Echter Lohn und eigenes Büro 
 
Der oder die Auserwählte soll laut der Zeitung dem "Departement für das Volk" vorstehen. Dabei steht ihm oder ihr ein Team von Beratern und "Blick"-Journalisten zur Seite. Dem achten Bundesrat winken ein eigenes Büro im "Blick"-Newsroom, ein Dienstfahrzeug und sogar das Salär eines echten Bundesrates, sprich: 50'000 Franken in eineinhalb Monaten.

"Die Person muss dafür auch etwas leisten, muss während der Amtsdauer zu 100 Prozent verfügbar sein und kann keiner anderen Beschäftigung nachgehen“, begründet Lüchinger den fürstlichen Lohn. Der achte Bundesrat werde zu Treffen mit Meinungsträgern aus Politik und Wirtschaft gehen und sich auf unterschiedlichste Art und Weise für all dies einsetzen, worum ihn das Volk bittet.

Ab dem 1. März 2014 kann sich jede in der Schweiz wohnhafte Person, die das 18. Altersjahr erreicht hat, auf der Website bewerben. Nach einer Jurybewertung wählen die Leser vom 11. bis zum 24. Mai aus den neun besten Kandidaten den achten Bundesrat. (ml/sda)