Nachdem das Schweizer Stimmvolk am Sonntag die Unternehmenssteuerreform III abgelehnt hat, sehen sich die Befürworter vor einem Scherbenhaufen. So auch die wirtschaftsfreundliche NZZ.
Chefredaktor Eric Gujer verlieh seinem Bedauern über den Volkswillen auf Twitter Ausdruck. «Das Schweizervolk geht manchmal bemerkenswert gleichgültig mit den Grundlagen seines Wohlstands um», schrieb er. In Anspielung auf die Ausdrucksweise des US-Präsidenten Donald Trump fügte er an: «So sad» – allerdings ohne Ausrufezeichen.
#USR3 Das Schweizervolk geht manchmal bemerkenswert gleichgültig mit den Grundlagen seines Wohlstands um. So sad.
— Eric Gujer (@ericgujer) 12. Februar 2017
Gujers Tweet löste viele Interaktionen aus. 41 Mal wurde er retweeted, 80 User klickten auf das Herz. In der nachfolgenden Debatte sorgte vor allem Gujers Trump-Manier für Reaktionen. Zahlreiche Journalisten und Politiker stimmten in die «So sad»-Tonalität ein und gaben einen Kommentar dazu ab.
@ericgujer really sad!
— Kaspar Surber (@KasparSurber) 12. Februar 2017
@EzoAkyol @KasparSurber @DinuGautier @ericgujer Total disaster.
— Min Li Marti (@minlimarti) 12. Februar 2017
@RobinASchwarz @do_gross @minlimarti @EzoAkyol @KasparSurber @DinuGautier @ericgujer WE will make Switzerland great again! #USR3
— Jacqueline Badran (@JayBadran) 12. Februar 2017
@ericgujer SO BAD!!!! Total desaster! pic.twitter.com/qYmldeowz6
— reda el arbi (@redder66) 12. Februar 2017
All die prominenten Wortmeldungen liessen Gujer offenbar kalt. Jedenfalls sah sich der NZZ-Chefredaktor nicht gezwungen mit den Usern zu debattieren. So sad. (wid/eh)