Jim Impoco, Chefredaktor des amerikanischen Magazins "Newsweek", sorgt sich um seine europäischen Korrespondenten. In den USA kämen Angriffe von radikalen islamistischen Einzeltätern nur selten vor, sagt er in einem Interview in der "Schweiz am Sonntag". In Europa werde es zu weiteren Anschlägen kommen. "Europa ist für Journalisten gefährlicher als die USA", sagt er.
Besonders in Frankreich und Grossbritannien lebten viele Menschen, die in den Dschihad gingen und zurückgekehrt sind, führt Impoco fort. "Und die Grenzen innerhalb Europas sind offen. Das darf man nicht vergessen." Trotzdem sei es wichtig gewesen, die Karikaturen nach dem Anschlag zu zeigen, sagt der New Yorker Journalist, der selbst schon oft bedroht wurde. "Die Bilder sind Nachrichten. Wegen dieser Bilder wurden Menschen erschossen, also haben wir sie publiziert", sagt er. Wenn Menschen sterben, könne er Leute, die sich wegen dieser Karikaturen beleidigt fühlten, nur schwer ernst nehmen. (Schweiz am Sonntag)
Chefredaktor warnt europäische Journalisten
Newsweek - Es werde zu weiteren Anschlägen kommen.