Die SRG-Geschäftsleitung setzt den Rotstift an: Im Gegensatz zu anderen Sport-Grossanlässen werden an der Fussball-WM in Südafrika keine Fernseh- und Radiochefs anwesend sein. "Die Kosten sind zu hoch, das könnten wir nicht verantworten", sagte SRG-Generaldirektor Armin Walpen gegenüber der "SonntagsZeitung": "Es gibt Grenzen, die wurden hier erreicht und überschritten."
Die Geschäftsleitung habe dies einstimmig beschlossen, zwei bereits geplante Reisen wurden gestrichen. Dabei war die SRG noch an den olympischen Winterspielen in Vancouver mit drei Chefs vertreten, darunter Generaldirektor Walpen und SF-Direktor Ueli Haldimann. Auch andere Schweizer Unternehmen wie UBS, Nestlé oder Axa Winterthur verzichten aus Kostengründen auf WM-Reisen. Für so genannte Hospitality-Pakete mit Business-Class-Flug, Vier- oder Fünf-Sterne-Hotel und VIP-Eintritt fallen rasch fünfstellige Summen an.