Der Medienpreis des Schweizerischen Anwaltsverbands (SAV) geht dieses Jahr an Christine Brand von der "NZZ am Sonntag" sowie an TV- Journalistin Fiona Strebel von "SRF". Der Preis ist mit 10'000 Franken dottiert. Er wurde am Donnerstag in Luzern verliehen.
Christine Brand wurde mit dem ersten Preis in der Kategorie Presse für ihre Reportage "Richter, Hunde, Randalierer" ausgezeichnet. Darin beschreibe sie anhand einer Woche am Regionalgericht Bern-Mittelland, wie der Alltag an den Schweizer Gerichten fernab grosser Schlagzeilen aussehe, teilte der SAV am Donnerstag mit.
Fiona Strebel, Redaktorin der Sendung "Horizonte", erhielt den ersten Preis in der Kategorie audiovisuelle Medien für ihre Dokumentation "In der Gewalt des Mörders". Der Film der Sommerserie "DOK Kriminalfälle" geht den Hintergründen einer Vergewaltigung und eines versuchten Mordes im Kanton Luzern nach.
Ein zweiter Preis in der Kategorie Presse ging an Magazin-Redaktor Mathias Ninck. In seinem Bericht "Im Namen der Sicherheit" berichtet er über die Hintergründe, die dazu führten, dass ein Mann aufgrund von Fehleinschätzungen im Justizvollzug verwahrt wurde, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Der Medienpreis des SAV wurde anlässlich des Anwaltskongresses zum 13. Mal verliehen. Mit dem Preis soll die qualitativ hochstehende Berichterstattung über rechtliche Themen und die Information breiter Bevölkerungskreise über Wesen und Wert des schweizerischen Rechts gefördert werden. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Sie steht unter der Leitung von alt Nationalrat Franz Steinegger. (sda)