Entgegen all seinen gegenteiligen Aussagen, soll SVP-Chefstratege Christoph Blocher massgeblich an der "Basler Zeitung" (BaZ) beteililgt sein. Dies schreibt der "Tages-Anzeiger" in seiner Ausgabe vom Donnerstag. Bestätigt wurde dies laut "Tagi" durch zuverlässige Informaten aus Bankenkreisen. Blocher soll sich über eine Vielzahl komplexer Verträge die Macht bei der "BaZ" gesichert haben.
Zwar hält der Basler Unternehmer und Crossair-Gründer Moritz Suter 100 Prozent aller Aktien und tritt als Verleger auf, doch gibt es eine bislang unbekannte Zusatzvereinbarung. Demnach kann Suter sein Aktienpaket, das er vor einem Jahr für eine Million Franken gekauft hat, jederzeit an Blocher zurückgeben, schreibt der "Tages-Anzeiger". Blocher hat im Gegenzug das Recht, die Aktien der "BaZ" innerhalb eines Jahres zurückzuverlangen. Von diesem Recht hat Blocher anscheinend Gebrauch gemacht: Die Frist für die Aktienrückgabe soll bereits seit September laufen. Vor kurzem wurde noch vermeldet, Suter plane 70 Prozent der Aktien an die Leserinnen und Leser zu verkaufen (persoenlich.com berichtete).
Zudem soll Blocher auch hinter einem Darlehen an das Medienunternehmen von über 70 Millionen stehen. Gegenüber den Banken war der ehemalige UBS-Chef Marcel Ospel vorgeschoben worden.
Die riesigen Löcher, die in den Kassen der "BaZ" klaffen - unter anderem auch verursacht durch den Abzug der Pensionskassengelder jener 20 Redaktoren, die zur Konkurrenz abgewandert sind - , sollen bald mit den Erträgen einer siebten Ausgabe am Sonntag gestopft werden (persoenlich.com berichtete).