Christoph Bürge ist seit Juni Programmentwickler im Bereich Unterhaltung und Kultur bei SF DRS. Er findet, dass beim Schweizer Fernsehen vor allem Sendungen im Bereich Comedy fehlen, da bestehe sicher Nachholbedarf, wie er in einem Interview mit der Programmzeitschrift TR7 erklärt. Er freue sich daher, dass die Produktion eigener Sitcoms wieder aufgenommen wurde. Damit würden nicht nur das Stammpublikum, sondern auch junge Familien erreicht. Man müsse generell mehr wagen, Neues ausprobieren. Dabei werde sicher auch mal etwas schief gehen. "No risk, no fun", so Bürge.
Das Projekt "Traumjob" bereitet Bürge im Moment besonderen Spass. Er hat auch keine Angst bezüglich eines ähnlichen Flops wie "Hire or Fire", das auf ProSieben bereits nach einer Sendung wegen Zuschauermangel abgesetzt wurde. Das sei ein Schnellschuss gewesen, weil man das Format unbedingt als erster in Deutschland haben wollte. "Traumjob" werde die Schweizer Berufsrealität wiederspiegeln -- nicht unter der New Yorker Skyline, sondern in Zürich und anderen Schweizer Städten. Eine Masse von Reality-Shows sei bei SF DRS aber nicht zu erwarten, solche würden nur gebracht, wenn diese für die Kanditaten mit einer konkreten und sinnvollen Aufgabe verbunden seien, lässt sich der Ex-TV3-Mann von TR7 zitieren.
Neben den "Einkäufen" würden zur Zeit auch zwei neue Comedy-Formate entwickelt. Das eine sei eine Sketch-Comedy-Show, in der sich alles um Beziehungen dreht. Die zweite Sendung sei eine Wiederbelebung eines klassischen, erfolgreichen Genres im Humorbereich. Mehr will Bürge aber nicht verraten. Von TR7 darauf angesprochen, ob es sich um ein Format mit der versteckten Kamera handelt, schmunzelte Bürge und meinte es sei noch zu früh, um darüber zu sprechen.