"Club" und "Doppelpunkt" im Visier

SRG - Viel Lob aber auch Kritik vom Presserat.

Der Publikumsrat der SRG Deutschschweiz lobt die beiden Diskussionssendungen "Club" (SF1) und "Doppelpunkt Forum" (DRS1). Bei beiden Sendungen sieht er in einzelnen Punkten allerdings noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Der "Club", seit einiger Zeit unter neuer Leitung und mit neuen Moderatorinnen, grenze sich heute deutlicher von der "Arena" ab als früher, lobt der Publikumsrat. Dank geschickter Themenauswahl, die sich "nicht vornehmlich an der Tagesaktualität orientiert", setze er eigene Akzente. Die "sorgfältig ausgewählten Gäste" seien kompetent und könnten sich "gut und differenziert ausdrücken". Erfreulich ist laut Publikumsrat der Einbezug von direkt Betroffenen. Enttäuscht hätten manche Prominente und Politiker, die wenig Substanzielles zum Gespräch beigetragen hätten. Die jeweils "bestens vorbereiteten" Moderatorinnen, Mona Vetsch und Karin Frei, hätten ein Gespür für eine souveräne Gesprächsführung. Noch untervertreten seien im "Club" Frauen und Junge sowie Personen mit Migrationshintergrund. Der Publikumsrat regt zudem an, die Diskussionseröffnung zu straffen.

Ebenfalls gute Noten erteilte der Rat der Diskussionssendung "Doppelpunkt Forum", bei der auch die Hörerinnen und Hörer mitreden können. Die Gäste seien gut ausgewählt, die Gesprächsleitung kompetent und aufmerksam, die Themen interessant und vielfältig. Gelobt wird ausserdem, dass man sich in der Sendung in der Regel gegenseitig ausreden lasse. Besonders bei schwierigen Themen würden sich mehrere Mitglieder des Publikumsrats mehr Erklärungen und Informationen wünschen. Sonst riskiere man, das Publikum zu überfordern, heisst es in der Mitteilung. (sda)