Am kommenden Samstag wird im spanischen Barcelona der Europäische Filmpreis 2004 vergeben. Die Schweiz steigt mit der Rekordzahl von sechs Nominierungen ins Rennen. Die grössten Chancen hat mit insgesamt drei Nominierungen der Spielfilm "Les Choristes" von Christophe Barratier, produziert vom Franzosen Jacques Perrin und vom mehrfachen Basler Oscarpreisträger Arthur Cohn. Die französisch-schweizerische Koproduktion ist auch für den Oscar und für den Golden Globe angemeldet.
Die Geschichte eines Internatslehrers, der mit Musik das Vertrauen seiner schwer erziehbaren Schüler gewinnt, ist der bisher erfolgreichste Schweizer Film des Jahres. "Die Kinder des Monsieur Mathieu", so der deutsche Verleihtitel, ist als bester Film, als bester Hauptdarsteller (Gérard Jugnot) und als beste Filmmusik (Bruno Coulais) nominiert.
Als Hauptdarsteller konkurriert Jugnot mit dem Schweizer Bruno Ganz, der im deutschen Film "Der Untergang" als Adolf Hitler zu sehen ist. Weitere Nominierte sind hier etwa der Deutsche Daniel Brühl in "Die fetten Jahre sind vorbei" oder der Spanier Javier Bardem in "Mar adentro".
Als bester Film sind neben "Les Choristes" fünf weitere europäische Spielfilme nominiert. Schweden ist mit "A Hole In My Heart" von Lukas Moodysson im Rennen, Deutschland mit "Gegen die Wand" von Fatih Akin, Grossbritannien mit "Vera Drake" von Mike Leigh, und Spanien mit "La mala educación" von Pedro Almodóvar sowie "Mar adentro" von Alejandro Amenábar.