comedia fordert Schutz der Medienfreiheit

Tag der Pressefreiheit - Anerkennung der Presse-Ausweise sowie Zeugnisverweigerungsrecht.

Die Internationale Föderation der Journalistinnen und Journalisten (IFJ) und ihre Mitgliedsorganisationen wie comedia prangern jedes Jahr zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai die unzähligen Verstösse gegen dieses demokratisch verbriefte Grundrecht an. Zur Verteidigung der Pressefreiheit sei es wichtig, dass alle Fälle von verfolgten oder ermordeten Journalistinnen und Journalisten sowie Pressefotografinnen und -Fotografen publik gemacht und geahndet würden, wie die comedia in ihrem Statement zum Internationalen Tag der Pressefreiheit schreibt.

Gerade im letzten Jahr hätten sich die Arbeitsbedingungen der Medienschaffenden einmal mehr verschlimmert: 58 Journalistinnen und Journalisten in 33 Ländern wurden bei der Ausübung ihres Berufes getötet, acht davon allein im Afghanistan-Krieg. 500 Journalistinnen und Journalisten wurden festgenommen, 116 sitzen im Gefängnis. Es werde Zeit, so comedia, dass die Medienunternehmen hier endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und die Risiken minimieren helfen würden, denen Journalistinnen und Journalisten in ihrem Beruf ausgesetzt sind. Gezielte Einsatzvorbereitung sowie entsprechende Risiko-Versicherungen hätten schon längst zum Standard werden sollen.

Genauso beunruhigend wie die steigenden Risiken für Journalistinnen und Journalisten seien aber auch die zunehmenden Eingriffe in Unabhängigkeit der Presse, schreibt comedia weiter. Sei es in den Vereinigten Staaten, bei ihren Verbünden, in Italien, Israel, Afghanistan, Russland oder anderswo - spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September gerate die Pressefreiheit, unabdingbare Voraussetzung für Freiheit und Demokratie, zunehmend unter Druck. Anstelle von Recherche sei Hofberichterstattung, anstelle von kritischer Betrachtung orchestrierte Propaganda, anstelle von Unabhängigkeit Abhängigkeit getreten - ein Ende der Übergriffe sei nicht in Sicht.