Der Tagi verliert ein wichtiges Aushängeschild: Constantin Seibt hat die Kündigung eingereicht. Er wird seinen Arbeitsplatz an der Werdstrasse nach zehn Jahren räumen.
«Constantin Seibt hat sich entschlossen, den ‹Tages-Anzeiger› auf Ende Jahr zu verlassen. Wir bedauern den Abgang eines unserer profiliertesten Journalisten, danken für seinen Einsatz und würden uns freuen, ihn künftig in der einen oder anderen Form bei uns als Autor wieder begrüssen zu können», sagt Tamedia-Sprecherin Nicole Bänninger auf Anfrage von persoenlich.com.
«Der Tagi ist eine sehr grosszügige, freundliche, kompetente Redaktion – das ist klasse», sagte Seibt noch vor rund drei Jahren in einem Interview. Die Tagi-Redaktion sei aber auch «komplex, unter Druck und voller Routine». «Kein Wunder versteht jeder die Kollegen, die das Abenteuer wählen». Nun hat Seibt selber das Abenteuer gewählt. Er wird künftig für ein eigenes Start-up im Medienbereich tätig sein, wie Seibt gegenüber persoenlich.com bestätigt. Auch auf Twitter kündigt er seine Pläne an:
Dann und wann braucht es eine kleine Rebellion. In der Politik. Beim Wetter. Und im Journalismus. Hier bald mehr: https://t.co/g2ZgRKHwnf
— Constantin Seibt (@ConstSeibt) 6. Oktober 2016
Seibt ist 1966 in Frankfurt am Main geboren. Nach mehreren Jahren als Redaktor bei der WOZ wechselte er 2006 zum «Tages-Anzeiger».