Corona-Skeptiker verweigern die Gebühren

Serafe - Weil sie die SRF-Berichterstattung kritisieren, schicken einige die Rechnung zurück. Oder fackeln sie ab.

Kritiker der Corona-Massnahmen proben in den sozialen Medien den Aufstand. 20 Minuten zeigt ein Bild eines Facebook-Users, der seine Rechnung der Schweizerischen Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehabgabe (Serafe) kurzerhand anzündet. Andere würden Serafe als Propaganda-Firma bezeichnen und die Rechnung zurückschicken.

Laut 20 Minuten wird in verschiedenen Gruppen auf Facebook und Telegram dazu aufgerufen, die Zahlung der Gebührenrechnung zu verweigern. Bemängelt werde die Berichterstattung von SRF über Corona. Auch werde behauptet, dass Serafe keine verfassungsrechtliche Grundlage habe, die Gebühren einzufordern. Serafe bestätigt, dass einzelne Schreiben eingehen würden, es sei aber keine signifikante Zunahme an Beschwerden auszumachen.

SRF stellt eine Zunahme von «kritischen als auch konstruktiven» Feedbacks fest. Zur Berichterstattung sagt SRF-Sprecher Andrea Di Meo zu 20 Minuten: «Seit Ende März hat SRF das Krisenmanagement und die Kommunikation des Bundesrats hinterfragt.» (cbe)