Corti verweigert Teilnahme an "Club" zum Grounding

SF - Marcel Ospel hätte Rededuell nicht gescheut.

Das Schweizer Fernsehen zeigte Michael Steiners "Grounding" am Sonntag erstmals -- und wollte danach in einem "Club Extra" noch einmal mit den damaligen Swissair-Verantwortlichen über die Vorgänge im Herbst 2001 diskutieren. Wie SF-Chefredaktor Ueli Haldimann in seinem Weblog schreibt, scheiterte die Runde jedoch an Mario Corti, der sich einer Diskussion nicht stellen wollte. "Ich habe selbst versucht, ihn zu überzeugen, doch er blieb hart", so Haldimann. Dies obwohl Corti nicht einmal mehr prozessuale Gründe geltend machen konnte, nachdem der Strafrechtsprozess endgültig abgeschlossen ist.

Ospel hatte die Teilnahme an der Sendung an die Bedingung geknüpft, er wolle nicht mit Aviatik-Journalisten diskutieren, sondern mit den wirklich Verantwortlichen. Haldimann spricht in seinem Weblog von "einer verpassten Chance" und bedauert, dass die Diskussionsrunde nicht zu Stande kam: "Es wäre DIE Chance gewesen, eine Art Schlussstrich zu ziehen."

Was die Einschaltquote betrifft, enttäuschte "Grounding": Bloss 527'000 Zuschauer wollten am Sonntagabend das Doku-Drama sehen. Dies entspricht einem Marktanteil von 28 Prozent. Zum Vergleich: Der Kassenschlager "Die Herbstzeitlosen" kam zur selben Sendezeit auf 1.34 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 58.2 Prozent.