"Dachmarkenstrategie der Blick-Gruppe zahlt sich aus"

Caroline Thoma - Interview mit Bereichsleiterin der Blick-Gruppe.

Frau Thoma, die Blick-Gruppe kann steigende Leserzahlen ausweisen. "SoBli", "Blick" und "Blick am Abend" sind im Plus. Auf was führen Sie die Entwicklung primär zurück?

Der "SonntagsBlick", konnte mit seinem gelungenen Themenmix aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Sport bei den Leserinnen und Lesern mehr punkten als andere Publikationen auf dem hart umkämpften Sonntagsmarkt. Beim "Blick" führen wir die steigenden Auflagen und Leserzahlen auf den gelungenen Relaunch im Oktober 2009 zurück. Das grössere Format und das eindeutige Bekenntnis zu einem modern interpretierten Boulevard begeistert bestehende und neue Leserkreise. Die starke Zunahme beim "Blick am Abend" ist unter anderem auf die vor einem Jahr erfolgte Ausweitung des Verteilgebietes zurück zu führen aber auch auf die steigende Nachfrage des Titels insgesamt. Der "Blick am Abend" konnte um ganze 23 Prozent, respektive 94'000 Leserinnen und Leser zulegen. Das ist mehr, als sich durch die Gebietsausweitung alleine begründen lässt. Die Leserinnen und Leser schätzen den "Blick am Abend" mit seiner sehr spezifischen Themenwahl und Art der Berichterstattung als Begleiter in den Feierabend.

Wo verzeichnet der "Blick" im letzten Halbjahr das grössere Plus: Bei den Abo- oder bei den Kioskverkäufen?

Bei den Abonnenten konnten wir zulegen und den Einzelverkaufsrückgang aufhalten. Die Monate unterliegen zudem immer starken saisonalen Schwankungen. Aus welchem Bereich die Leser gewonnen werden konnten, kan man aufgrund der Studie nicht konkret herauslesen.

Ist die Frühzustellung in den Zahlen erkennbar?

Die Frühzustellung ist ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Abonnenten. Der "Blick" wird weiterhin auch gerne zu Hause gelesen, d.h. die Zustellung am Morgen ist elementar wichtig für den Nutzen eines Abos.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung im Werbemarkt?

Die Entwicklungen im Werbemarkt sind bei der Blick-Gruppe sehr erfreulich. Insbesondere beim "Blick" wurde der Relaunch sehr gut aufgenommen und auch beim "Blick am Abend" realisiert nun auch der Werbemarkt, dass wir ein wichtiger Player im Markt geworden sind. Insbesondere zahlt sich jetzt die gewählte Dachmarkenstrategie der Blick-Gruppe aus. Der Werbemarkt nutzt die Möglichkeit, der rund 2.5 Millionen Kontakte, die die Blick-Gruppe wöchentlich aufweisen kann.

Bald ist der Relaunch der "Blicks" ein Jahr her. Was für ein Fazit ziehen Sie nach dieser Zeit generell für die Blick-Gruppe?

Wie Sie richtig bemerkt haben, ist der Relaunch des "Blick" nicht die einzige Erfolgskomponente der gesamten Blick-Gruppe. Durch die konsequente Umsetzung der Dachmarkenstrategie ist es uns gelungen, bestehende und neue Leserinnen und Leser für die Marke Blick zu begeistern. In publizistischer Hinsicht wird die Etablierung des integrierten Newsrooms der Blick-Gruppe noch weiter erheblich zu den jetzt sichtbar gewordenen Erfolgen beitragen. Durch die konsequent koordinierte Berichterstattung über die vier Kanäle "Blick", "Blick am Abend", "SonntagsBlick" und Blick.ch, gelingt der Blick-Gruppe besser denn je, die teilweise unterschiedlichen Ansprüche der Leserinnen und Leser zu erfüllen. Und die neue digitale Offensive rundet die Blick-Markenwelt weiter ab und ermöglicht uns weitere Zielgruppen anzusprechen. Wir haben diese erst gerade begonnen - es wird rasant weiter gehen.

Interview per Mail: Christian Lüscher