Daniel Mange gewinnt ÖV-Medienpreis

Bahnjournalisten Schweiz - Er wird für seine fünfteilige Blog-Serie mit dem Generaltitel «Mobilité tous azimuts» auf letemps.ch ausgezeichnet.

Seit Jahren verfolgen Bahn-Interessierte die Entwicklung beim Goldenpass, der dank einem Spurwechsel in Zweisimmen bald durchgehend von Montreux bis Interlaken verkehren soll. Daniel Mange, Honorarprofessor der EPF Lausanne, stellt in seinem Blog unter dem Generaltitel «Mobilité tous azimuts» (deutsch sinngemäss: «Mobilität in alle Richtungen») dieses Projekt in den Mittelpunkt. In den fünf zur Jurierung eingereichten Folgen macht er aber gemäss Mitteilung eine «hochinteressante Auslegeordnung» zum Thema Spurwechsel – angefangen bei den Gründen, die überhaupt für unterschiedliche Spurbreiten geführt haben: Europäisch politische, wirtschaftliche und Sicherheitsfragen, in der Schweiz eher die Topografie.

Weiter widmet sich Daniel Mange unterschiedlichen Lösungsansätzen, von denen einige auch realisiert wurden, etwa im Verkehr mit dem ehemaligen Russland durch den kompletten Wechsel der Drehgestelle, aber auch durch Umspurungen, dies vor allem im Verkehr mit Spanien. Er erinnert an eine Wettbewerbsausschreibung der spanischen Bahnen in den 60er Jahren, die die Ateliers Vevey gewonnen haben, dann aber nie zur Umsetzung kam.

«Die Jury ist beeindruckt von der umfassenden Rechercheleistung, die Daniel Mange nicht als Wissenschafter, der er von Haus aus ist, sondern eben als Journalist erbracht hat. Das Format des Blogs ist hervorragend für dieses Thema geeignet: Es ermöglicht Bild und Text, aber auch Verlinkungen zu weitergehenden Texten», heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem könnten die Leserinnen und Leser Anmerkungen machen oder Fragen stellen, die Daniel Mange kompetent beantworte. «Wir zeichnen Daniel Mange für die Breite der Recherche und die Ausführlichkeit der Beiträge, die für Laien einen tiefen, aber gut verständlichen Einblick in dieses komplexe Thema ermöglichen, aus», sagt Jurypräsident Peter Moor-Trevisan gemäss Mitteilung in seiner Laudatio. 

Der öV-Medienpreis wird jährlich für «qualitativ hochstehenden» Journalismus über Themen des öffentlichen Verkehrs vergeben, wie es weiter heisst. Er ist mit 1000 Franken dotiert. (pd/tim)