Das Amtsblatt wird zum Stadtmagazin

Tagblatt der Stadt Zürich - Nur noch wöchentlicher Erscheinungsrhythmus.

Das Tagblatt der Stadt Zürich erscheint ab dem 29. November nur noch einmal in der Woche und im Tabloid-Format. Zudem wird das städtische Amtsblatt als Stadtmagazin positioniert. Neben den amtlichen Meldungen und Anzeigen enthält das mittwochs erscheinende Tagblatt rund 20 Seiten mit redaktionellem Inhalt. Das neue Konzept beinhaltet Interviews, Reportagen und Portraits, aber auch neue journalistische Formen wie Bildergeschichten und interaktive Elemente wie das Leserforum ZüriEcho.

Markante Elemente des vierfarbigen Layouts sind grossflächige Bilder, eine moderne Typographie und eine bessere Leserführung. Die Frühzustellung der Zeitung in die Haushalte der Stadt Zürich bleibt gemäss Communiqué vom Mittwoch erhalten. Für den Werbemarkt plant das Tagblatt themenspezifische Platzierungen oder Sponsoring.

Erarbeitet wurde das neue Konzept unter Einbezug der Stadt Zürich. Das amtliche Publikationsorgan erscheint momentan von Montag bis Freitag mit einer Auflage von rund 137'000 Exemplaren.

Tamedia und NZZ, die beiden Tagblatt-Aktionäre, begründen die Neupositionierung mit dem veränderten Medienmarkt in der Stadt Zürich. Hauptgrund dürfte die neue Regionalisierungsstrategie des Tages-Anzeigers (TA) sein. Die Tamedia lanciert am nächsten Montag mehrere TA-Regionalsplits, darunter eine Stadtausgabe. Ein weiterer Grund sind neuere Produkte wie 20 Minuten und Heute.

Wie Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage sagte, wird sich das neue Stadtmagazin von der TA-Donnerstagsbeilage züritipp klar abgrenzen, da es sich nicht um ein Ausgehmagazin handelt. Das Tagblatt wolle Zürichs Menschen in den Vordergrund stellen.