Die Schweizer Literaturwissenschaftlerin und Essayistin Kaltërina Latifi wird Kolumnistin von «Das Magazin». Laut einer Mitteilung von Tamedia wird sie ab Samstag, 3. Juli im Wechsel mit Nina Kunz, alle zwei Wochen über soziale und gesellschaliche Themen schreiben.
Ein besonderes Augenmerk wird Latifi auf die Perspektive von Menschen mit Migrationshintergrund legen und damit an ihre beiden vielbeachteten, im Magazin erschienen Texte anknüpfen, die ihr Aufwachsen als Kosovarin in der Schweiz zum Thema hatten («Wie es sich anfühlt, Kosovarin zu sein» und «Die Kosovarin – liebende Ehefrau, Mutter, Haussklavin»).
Latifi wurde 1984 in Pristina geboren und emigrierte als Fünfjährige 1989 mit ihren Eltern in die Schweiz, wo sie u.a. in Adelboden, Bern und Lausanne lebte, bis sie 2007 studienhalber nach Deutschland zog.
Sie studierte Germanistik und Philosophie an der Université de Lausanne (Bachelor) sowie Editionswissenschaften und Textkritik an der Universität Heidelberg (Master), wo sie 2015 mit einer Arbeit zum deutschen Romantiker E.T.A. Hoffmann promoviert wurde. Seit 2016 ist sie Research Fellow an der Queen Mary University of London. Seit 2019/20 ist Latifi zudem Habilitandin an der Universität Göttingen mit einer Arbeit zur Ästhetik des Fragmentarischen in der Literatur. (pd/eh)

