De Weck zieht Beitritt zu Olympia-Komitee in Betracht

SRG - Olympia-Gegner werfen ihm Parteinahme vor.

Die Bündner Olympia-Gegner nehmen SRG-Chef Roger de Weck ins Visier. Sie werfen ihm vor, im Hintergrund für Olympische Winterspiele in der Schweiz zu weibeln und damit die geplante Abstimmung zu beeinflussen. Recherchen der SonntagsZeitung zeigen: De Weck nahm bereits Anfang Jahr an einem abendlichen Workshop der Initianten teil. Thema: Die Vision für Graubünden 2022. Der SRG-Generaldirektor ziehe zudem in Betracht, sich bei einer Kandidatur von Davos und St. Moritz aufseiten der Olympia-Befürworter zu engagieren, indem er dem nationalen Unterstützungskomitee beitritt, schreibt die "Sonntagszeitung".

Dieses befindet sich zwar noch in der Entstehungsphase. Gemäss Insidern ist de Weck aber bereits jetzt "Feuer und Flamme" für das Projekt. SRG-Sprecher Iso Rechsteiner: "Der Sportfan und frühere Marathonläufer de Weck würde sich persönlich sehr über eine Kandidatur freuen." Rechsteiner räumt ein, dass für de Weck ein Beitritt in das Unterstützungskomitee in Betracht käme und dass dieser auf Einladung von Sportminister Ueli Maurer an besagtem Workshop teilgenommen habe. Das sorgt bei Olympia-Kritikern für rote Köpfe. Silva Semadeni, SP-Nationalrätin und Präsidentin des Komitees Olympiakritisches Graubünden, findet de Wecks Vorpreschen stossend: "Bevor die Bündner Stimmbürger nicht entschieden haben, erwarte ich von ihm und der SRG eine neutrale Haltung." (Sonntagszeitung)