Delegierte üben vor der Wahl Kritik

SRG-Generaldirektion - Am Samstag wird die Nachfolge von Gilles Marchand gewählt. Für eine Prüfung der Personalie bleibt keine Zeit.

Bei der SRG soll vor der Wahl der neuen Generaldirektorin oder des neuen Generaldirektors «Aufruhr» herrschen. Dies berichtete CH Media in ihrer Onlineausgabe vom Dienstag. Am Samstag, 25. Mai, soll an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung bestimmt werden, wer in die Fussstapfen von Gilles Marchand tritt. Zuvor trifft sich der Verwaltungsrat und gibt die Auswahl der Kandidierenden den Delegierten mit einer sogenannten Tischvorlage bekannt – ein laut SRG übliches Vorgehen (persoenlich.com berichtete).

Bei einigen der 41 SRG-Delegierten kommt dieses Vorgehen laut CH Media nicht gut an. Es sei die Rede von «Schein-Bestätigung», «Alibi-Übung» oder «Farce». Es bleibe nicht mal Zeit, um die Personalie zu prüfen. Bei der Wahl des amtierenden Generaldirektors Gilles Marchand im November 2016 seien zwischen Wahlverkündung und Genehmigung durch die Delegiertenversammlung mehr als zwei Wochen vergangen. (cbe)