Die Löhne von Managern waren sowohl im Blick als auch im SonntagsBlick in letzter Zeit ein Thema. Der Name von Novartis-Chef Daniel Vasella stand dabei mehr als einmal im Zentrum. Dieser stellte daraufhin in der Weltwoche die Frage, ob die Topmanager mit ihren Löhnen oder die Ringier-Presse mit ihrer "konstanten, simplen Kritik am Land, System, an den Politikern und den Unternehmensführern" dem Land mehr schaden.
"Niemand schadet dem Land", antwortet nun Michael Ringier in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche. "Die Ringier-Presse" gebe es nicht. "Wir haben ganz verschiedene Journalisten und Medien, die zum Teil sehr unterschiedliche Meinungen haben."
Es gebe im Schweizer Wirtschafts-Establishment eine Kampagne gegen Ringier. "Es gibt sie ganz sicher unter Journalisten, weniger unter den Verlagen, und dann gibt es sie ganz bestimmt unter Leuten, die wir journalistisch angreifen", so Ringier. Er kriege weniger Einladungen, seine Frau weniger Sponsoring-Gelder. Zudem sei er sich sicher, dass auch Anzeigen nicht mehr geschaltet werden.
Abbild des Blick-Lesers ist ein Abbild der Schweiz
Der Blick vertritt gemäss Michael Ringier den ganz normalen Schweizer: "Das Abbild des Blick-Lesers ist ein Abbild der Schweiz." Dies seien andere Leute als die Hand voll Manager mit dermassen hohen Gehältern. Als Verleger wolle er gute, spannende Zeitungen und Zeitschriften verkaufen. "Der Blick ist keine Grüselzeitung", sagt Ringier, obwohl es Anhänger dieses Modells gebe, die dazu raten.