Der Henri-Nannen-Preis wird 2015 nicht vergeben. Gründe für die Pause sind laut "Spiegel" die aktuellen Sparmassnahmen und Stellenstreichungen. Solch ein feierlicher Rahmen erscheine in dieser Lage als nicht angemessen, erklärte ein Unternehmenssprecher von Gruner + Jahr gegenüber dem Nachrichtenmagazin.
Das Hamburger Verlagshaus vergab seit 2005 jährlich in mehreren Kategorien den Preis, der zu den wichtigsten journalistischen Auszeichnungen in Deutschland gehört. Nun wolle man darüber nachdenken, wie der Preis "in Zeiten der Veränderungen der Medienlandschaft" modernisiert werden könne, so das Verlagshaus.
In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Ärger um den Henri-Nannen-Preis gegeben. Im Frühjahr kündigte Preisträger Jacob Appelbaum an, wegen angeblicher Nazi-Propaganda des Namensgebers im Zweiten Weltkrieg seine Statue einschmelzen zu lassen (persoenlich.com berichtete).
Ob der Preis nach der Pause im 2015 wieder vergeben wird, ist nicht absehbar. Von Verlagsseite her ist laut "Spiegel" zu entnehmen, dass die aktuelle Entscheidung "keine Entscheidung gegen den Preis" sei. (Spiegel/ml).