"Der neue 'Bund' verdient eine echte Chance“

Komitee - "Pressemonopol konnte abgewendet werden."

Im Grossraum Bern werden auch in Zukunft zwei verschiedene Tageszeitungen erscheinen. Der "Bund" kooperiert vom Herbst an eng mit dem Zürcher "Tages-Anzeiger". In Bern verbleiben 35 Vollzeitstellen. "Mit dieser Entscheidung kann das drohende Pressemonopol abgewendet werden, und das ist erfreulich“, sagt der Berner Ständerat Werner Luginbühl, der zum Co-Präsidium des 16'000 Mitglieder starken Komitees "Rettet den Bund“ gehört.

"Der neue 'Bund’ ist und verdient eine echte Chance“, findet Grossrat Christoph Stalder, ein weiterer Co-Präsident des Komitees. Durch die Kooperation mit dem "Tages-Anzeiger“ dürften in Zukunft rund 50 Prozent des Zeitungsinhalts aus Zürich geliefert werden. Dass auf der Redaktion des 'Bund’ 19 Stellen abgebaut werden, sei bitter, erklärt Stalder weiter.

"Wir appellieren an die Tamedia als Eigentümerin, dieser Kooperation auf Jahre hinaus eine faire Chance zu geben", sagt Mark Balsiger, der das Komitee initiierte und die letzten Monate koordinierte. Sollte die "Bund“-Redaktion schon bald wieder scheibchenweise abgebaut werden, würde das Komitee erneut auf den Plan treten.