23.08.2023

SRG-Dialog

Der Schweizer Bevölkerung den Puls fühlen

Was interessiert Schweizerinnen und Schweizer? Was bewegt sie, was freut sie, was macht ihnen Angst? Die SRG lanciert unter dem Namen «Dialog» ein Pilotprojekt in allen vier Sprachregionen des Landes und auch im Ausland.
SRG-Dialog: Der Schweizer Bevölkerung den Puls fühlen
Die SRG fragt: Schweiz, wie geht's? (Bild: Screeshot Dialog SRG)

Eigentlich sei «Dialog» eine fast schon permanente, grosse Meinungsumfrage in einer thematischen Breite, wie es sie in der Schweiz noch nie gegeben hat, schreibt die SRG in einer Medienmitteilung. Auf den Online-Plattformen und Apps von SRF, RTS, RSI, RTR und Swissinfo, können Schweizerinnen und Schweizer im In- und Ausland Fragen zu Politik, Kultur, Gesellschaft und auch ganz einfach zu ihrem Alltagsleben beantworten. Damit tragen sie zu einer Momentaufnahme bei, die zeigt, was die Schweiz aktuell beschäftigt und wie es ihr geht.

Mit einem interaktiven Tool können Fragen beantwortet werden. Jede einzelne Person findet so heraus, wo sie mit ihrer Haltung und ihrer Einschätzung im Vergleich zum Rest der Bevölkerung steht. Ein Debattentool ermöglicht zudem, zu aktuellen Themen der Gegenwart über alle Sprachregionen hinweg Standpunkte und Meinungen auszutauschen.

Bis Ende 2025 befristet

Die Debatten werden vom Redaktionsteam moderiert und in fünf Sprachen übersetzt. Das überregional aus allen fünf Unternehmenseinheiten der SRG zusammengesetzte «Dialog»-Team, bestehend aus Journalistinnen, Community-Manager und Entwicklerinnen, arbeitet dezentral aus den Schweizer Sprachregionen. Das bis Ende 2025 befristete Pilotprojekt wird von der Chefredaktorenkonferenz (CRK) der SRG verantwortet, Projektleiter ist Marco Morell, Chef vom Dienst bei der Chefredaktion Audio von SRF.

Am heutigen, nationalen Thementag werden die Ergebnisse einer ersten, grossen Meinungsumfrage mit 57'000 befragten Personen präsentiert. In den nächsten Monaten werden sukzessive weitere Resultate folgen. Das «Dialog»-Redaktionsteam wird aufgrund der Erkenntnisse und Resultate redaktionelle Hintergrund-Beiträge aus allen SRG-Unternehmenseinheiten zusammenstellen und Online publizieren. Die Bedürfnisse der Schweizer Bevölkerung sollen damit noch besser abgeholt werden.

«In der Tradition der direkten Demokratie»

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand zum Pilotprojekt: «Nebst der Analyse der Prioritäten der Schweizerinnen und Schweizer verfolgen die Redaktionen der SRG hier ein doppeltes Ziel: Zum einen bieten sie einen Raum für Diskussionen in der Tradition der direkten Demokratie der Schweiz. Und zum anderen sollen Brücken zwischen den Sprachregionen gebaut werden.» Das Projekt wolle zudem die Möglichkeiten erkunden, welche digitale Tools als Ergänzung zum klassischen Radio und Fernsehen heute bieten.

Die Resultate der ersten Befragung zeigen: Die Schweiz ist ein Land mit einer grundsätzlich sehr zufriedenen Bevölkerung. Der Mehrheit der Befragten, 61 Prozent, geht es gut bis sehr gut und nur fünf Prozent bezeichnen sich als unzufrieden. Diese allgemeine Zufriedenheit ist insbesondere auf das Privatleben zurückzuführen, obwohl die meiste Zeit des Alltages mit dem Beruf verbracht wird. Es gibt aber auch weniger positive Seiten: Knapp ein Drittel befindet sich in einer «eher oder sehr stark» belastenden finanziellen Situation – insbesondere in der italienischen und rätoromanischen Schweiz. Dies und der zunehmende Leistungsdruck sind die Faktoren, die das persönliche Glücksempfinden der Befragten am meisten beeinträchtigen.

Weitere Erkenntnisse aus der über 300 Fragen beinhaltenden Umfrage werden ab heute auf den Sendern und Kanälen der SRG präsentiert. Unter anderem zu Themen wie dem Vertrauen in  das politische Personal und dem Interesse für Wahlkampf-Themen hinsichtlich der bevorstehenden Wahlen. (pd/nil)


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