"Der Start war eine Punktlandung"

"News" - Chefredaktor Philippe Pfister will Kurs halten.

Am 5. Dezember wurde die Schweiz mit einer neuen -- der fünften -- Gratiszeitung beglückt: Dann nämlich präsentierten die Medienhäuser Tamedia und Basler Zeitung Medien das lang angekündigte "News". Nachdem sich schon die Herausgeber letzte Woche positiv über den Start geäussert hatten ("persoenlich.com" berichtete), zeigt sich eine Woche nach dem Start auch Chefredaktor Philippe Pfister mit der erbrachten Leistung zufrieden.

"Der Start war eine Punktladung", betont er gegenüber "persoenlich.com". Das Team und die Systeme seien bereits gut eingespielt, man sei pünktlich in den Boxen und das Feedback der Leser sei durchwegs positiv ausgefallen.

Über die fünfte Gratiszeitung zeigten sich jedoch nicht alle erfreut. So schrieb die NZZ einen Tag nach Erscheinen von "News": "Ein publizistischer Mehrwert ist nicht wirklich zu erkennen." Entgegen diesen Voten ist Pfister davon überzeugt, dass die Kritiken der Medien nicht nur schlecht gewesen seien -- man könne halt nicht allen gefallen.

Den Einwand, die Gratiszeitung habe kein Profil, lässt der Chefredaktor indes nicht gelten. Schliesslich habe "News" bereits in der dritten Ausgabe mit einer Story über Helikopter-Piloten, die neuerdings auch aus Deutschland rekrutiert werden, bewiesen, dass sie durchaus in der Lage sei, durch Eigenleistung zu bestechen. Das Ziel, das sich die Redaktion und sein Chefredaktor Pfister infolgedessen gesetzt haben, lautet: "Wir wollen das Niveau halten, das wir vorgelegt haben."

Eine Herausforderung stellt laut Pfister das Herstellen der vier regionalen Ausgaben Zürich, Bern, Basel und Mittelland dar. Sie seien inhaltlich zwar fast identisch, das Inserateaufkommen sei aber unterschiedlich. Das führe zu verschiedenen Umfängen. Ausserdem passe die Redaktion die Ausgaben Bern und Basel farblich an die Muttertitel an. Die Zürich- und Mittelland-Ausgaben seien blau, in Bern und Basel sei die Schmuckfarbe rot.

Zur Distribution und dem Vertrieb wollte die Gratiszeitung keine Angaben machen. In einer Mail an "persoenlich.com" hält die Leiterin des Innendienstes Eva Rempfler fest, dass die Anfrage zu früh kommt, und zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet werden soll. Auch zum Inseratemarkt wurde keine Stellungnahme abgegeben. Rempfler: "Ich bitte Sie, dies (die Anfrage) auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben."