Der TV-Antenne wird der Stecker gezogen

SRG - Am 3. Juni wird die terrestrische Übertragung der SRG-Programme endgültig abgeschaltet. Diese Verbreitungsart werde nur noch von 1,4 Prozent des Publikums genutzt und sei zudem nicht mehr länger finanzierbar.

Nachdem TeleRätia und Valaiscom, die beiden privaten DVB-T-Netze in der Schweiz, ihren Betrieb bereits eingestellt haben, zieht nun auch die SRG nach und schaltet am 3. Juni 2019 ihr DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) ab. Bei DVB-T werden die Fernsehprogramme über eine Dach- oder Zimmerantenne empfangen.

Diese Verbreitungsart sei nicht mehr länger finanzierbar, heisst es in einer Mitteilung. Die SRG, die im letzten Jahr grosse Sparmassnahmen angekündigt hat, kann dadurch ab 2020 jährlich etwa 10 Millionen Franken einsparen.

Im ganzen Land sind lediglich 1,4 Prozent der Haushalte betroffen. Um Unsicherheiten zu vermeiden, informiert die SRG seit Anfang 2019 zielgerichtet auf den DVB-T-Kanälen mittels Einblendungen ins laufende Programm. Diese können nur die Zuschauerinnen und Zuschauer sehen, die reagieren müssen. Die SRG betreibt zudem eine Hotline und hilft beim Wechsel auf eine andere Empfangsart. (sda/cbe)