Der TV-Privatsender lanciert eigene Krimiserie

3+ - Mit «Bernegger&Juric» geht auf 3+ erstmals fiktionale Unterhaltung auf Sendung. Das Produzieren der Krimiserie sei eine finanzielle Herausforderung gewesen.

Der grösste TV-Privatsender der Schweiz baut sein Unterhaltungsprogramm weiter aus: Nach Doku-Soaps wie «Der Bachelor», «Bumann der Restaranttester» oder «Bauer ledig, sucht» testet 3+ ein neues Genre und lanciert eine fiktionale Krimiserie, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Sendung trägt den Namen «Bernegger&Juric» und ist in den Hauptrollen mit Tanja Lehmann und Christian Schäfer besetzt.

Die Tücken der Finanzierung

Eigentlich sei fiktionale Unterhaltung für einen privaten Schweizer TV-Sender, der sich ohne Gebührengelder finanziere, zu teuer, sagt 3+-Senderchef Dominik Kaiser. Doch davon habe sich 3+ nicht abschrecken lassen und habe in den letzten zweieinhalb Jahre eine Produktionsmethode entwickelt, die es dem Sender erlaube, die Produktionskosten deutlich zu senken. Das Resultat sei die Pilotfolge der Krimiserie «Bernegger&Juric», der ersten fiktionalen Eigenproduktion von 3+, die im Winter 2018 ausgestrahlt wird.

Dreh in Bergün und im Val Müstair

Die 60-minütige Pilotfolge von «Bernegger&Juric» wurde diesen August in Bergün und im Val Müstair gedreht. Das Kommissaren-Duo ist fernseherfahren: Die 29-jährige Bernerin Tanja Lehmann kennt man aus der SRF-Serie «Best Friends», den 38-jährigen Wahl-Berliner Christian Schäfer aus diversen Film- und Fernsehproduktionen in der Schweiz und in Deutschland. Komme die Pilotfolge beim Publikum an, seien bis sechs Folgen pro Jahr geplant, heisst es in der Mitteilung.

«Eine Investition in die Zukunft»

Die Pilotfolge der Krimiserie sei der erste Versuch von 3+, «hochwertige Fiktion mit vernünftigem Budget» zu produzieren. «Wir wollen bei diesem Test viel lernen. Und es beim nächsten Mal noch besser machen und weiterlernen, bis es perfekt funktioniert, produktionstechnisch und bei den Zuschauern», erklärt 3+-Senderchef Kaiser. «Dieser Prozess wird wahrscheinlich ein paar Jahre dauern. Es ist für uns eine Investition in die Zukunft», so Kaiser. (pd/as)