Der Medienkonzern Ringier baut sein Management teilweise um. In diesem Zug scheidet Digital-Chef Thomas Kaiser aus der Konzernleitung aus. Auch im Verwaltungsrat gibt es zwei Abgänge. Ringier will sich stärker auf die schnell wachsenden Geschäftsfelder Publishing und Marketplaces konzentrieren. Dies teilte Ringier am Montagmorgen mit.
Innerhalb der Konzernleitung, dem «Group Executive Board» (GEB), werden die Aufgaben ab dem 1. Oktober neu verteilt. Dadurch sollen die Kräfte stärker auf Publishing und Marketplaces gebündelt und Synergien bereichs- und länderübergreifend besser genutzt werden, wie Mediensprecherin Manuela Diethelm auf Anfrage der sda sagte. So wird beispielsweise Robin Lingg, bisher zuständig für Afrika und Asien, künftig die digitalen Marktplätze der Ringier verantworten - etwa Jobcloud AG und Scout24.
Ralph Büchi bleibt weiterhin verantwortlich für den Publishing-Bereich der Ringier Axel Springer Schweiz AG und der Ringier Axel Springer Media AG. Ab 1. März übernimmt Büchi auch das Publishing-Geschäft in Afrika und Asien.
Konzentration auf zwei Geschäftsbereiche
In den beiden Bereichen Publishing und Marketplaces verändern sich Markt, Technologie und Geschäftsmodelle weiterhin rasant. «Mit der neuen Organisation tragen wir den daraus entstehenden Herausforderungen Rechnung», wird Ringier-CEO Marc Walder in der Medienmitteilung zitiert.
Neben der Neuaufteilung der Aufgaben gibt es auch eine personelle Veränderung: Thomas Kaiser, der seit 2011 CEO von Ringier Digital war, will sich künftig den Digital-Ventures-Geschäften widmen. Dies bedinge formell seinen Austritt aus dem GEB. So kann er sich in Zukunft darum kümmern, weitere von Ringier unabhängige Investoren zu gewinnen. Damit stellt sich der GEB von Ringier neu wie folgt auf:
- Marc Walder, CEO
- Ralph Büchi, COO Ringier AG, Publishing
- Robin Lingg, Marketplaces
- Annabella Bassler, CFO
- Xiaoqun Clever, Chief Technology & Data Officer
- Alexander Theobald, COO Schweiz und Geschäftsführer Blick-Gruppe
Auch im Verwaltungsrat gibt es Abgänge: Martin Werfeli und Jan O. Frøshaug geben ihre Mandate ab. Werfeli wird sich jedoch weiterhin in diversen Funktionen bei Ringier einbringen, unter anderem als Berater der Familie Ringier und als Mitglied der Annette Ringier Stiftung. (sda/wid)