Die Gazeta Sporturilor gehört zur Ringier Sports Media Group (RSMG), einem Tochterunternehmen des Zürcher Verlags für das Sportgeschäft (persoenlich.com berichtete). Am 1. November wurde die Print-Ausgabe eingestellt nach fast 100 Jahren Erscheinen.
«Branchenkenner erheben den Vorwurf, dass das Unternehmen auf der Suche nach neuen Ertragsquellen bereit sei, journalistische Grundsätze zu opfern», schreibt die NZZ am Donnerstag.
Anfang Oktober verliess der Chefredaktor Catalin Tepelin das Blatt. Er habe gehen müssen, weil er sich weigerte, Artikel über Werbekunden, vor allem aus der Wettindustrie, von der Geschäftsleitung genehmigen zu lassen, erklärte der Journalist daraufhin, berichtet die NZZ weiter. Auch sei er angehalten worden, die Sponsoren von Sportanlässen in den Berichten prominent zu erwähnen.
Robin Lingg, Vorsitzender des RSMG Verwaltungsrates und Mitglied der Ringier-Familie, wehrt sich gegen die Vorwürfe. Die Ursache für den Personalentscheid liege in Problemen bei der Umsetzung der digitalen Strategie, sagt er im Gespräch mit der NZZ. Die Geschäftsleitung habe nie inhaltliche Mitsprache gefordert. (spo)
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28.12.2023 10:20 Uhr

