Der Verleger entschuldigt sich bei Ignazio Cassis

Markus Somm - Er hatte den Bundesrat als «eingewanderten Italiener» bezeichnet. Nun beschreibt der Publizist seine Aussage als «Entgleisung».

Grund für Markus Somms Verbalangriff war ein Bundesratsentscheid vom vergangenen Frühling bezüglich der EU-Verträge. Ende April hatte Aussenminister Ignazio Cassis verkündet, dass bei der Abstimmung über das EU-Vertragspaket aus Sicht der Regierung ein Volksmehr genügen würde – ein Ständemehr sei nicht nötig. Somm kritisierte daraufhin heftig, dass «ausgerechnet Cassis, ein eingewanderter Italiener» diesen Entscheid fälle, und warf dem Aussenminister vor, «keine Ahnung von unserem Föderalismus» zu haben.

Der Chefredaktor des «Nebelspalters» hat sich nun öffentlich für seine Aussagen entschuldigt, wie CH Media berichtet. Der Publizist spricht von einer «Entgleisung» und einer «Grenzüberschreitung», für die er sich «in aller Form» entschuldige. Die Entschuldigung erfolgte laut CH-Media im «Nebelspalter»-Podcast, im Gespräch mit Roger Schawinski und auf Social Media.

Nach eigenen Angaben traf Somm den Bundesrat kürzlich persönlich und entschuldigte sich. Cassis habe die Entschuldigung jedoch erst akzeptieren wollen, wenn er sie öffentlich mache. (spo)