Details zum neuen Tagi bekannt

"Tages-Anzeiger" - Schlüsselressorts Sport und Wirtschaft teilen vierten Bund.

Im September soll der neue "Tages-Anzeiger" erscheinen. Wenn es nach dem Willen der Projektgruppe geht, die an der neuen Zeitung eifrig arbeitet, soll die künftige Frontseite "grosszügig gelayoutet" sein, schreibt der "Sonntag", der im Besitz eines internen Papiers ist. Zudem soll der Tageskommentar auf Seite 1 verschwinden. Der Tageskommentar werde künftig auf Seite 2 platziert, damit die erste Seite jeden Tag anders aussehe. "Die Frontseite soll so gut gestaltet sein, dass man sie am liebsten als Poster an die Wand hängen möchte", sagt Co-Chefredaktor Res Strehle gegenüber dem "Sonntag".

Interesant ist, was mit den Schlüsselressorts Sport und Wirtschaft passieren soll. Gemeinsam sollen sie sich laut "Sonntag" den vierten und letzten Bund teilen. Die Wirtschaft soll den Bund eröffnen, der Sport schliesst ihn ab. Die letzte Seite ist in Zukunft das Aushängeschild des Sports. Dafür wird der Leser weniger Resultate-Service vorfinden.

Wie im TA-Papier weiter steht, werde "Der Bund" künftig in Zürich produziert. Gemäss Strehle haben die Berner aber die Möglichkeit, die Fronseite zu regionalisieren. Auch die meisten übrigen Seiten könnten "eingebernert" werden.

"Bund"-Chefredaktor Artur K. Vogel korrigiert die Aussagen im "Sonntag": "Das ist barer Unsinn. In Zürich produziert wird nur unser Sportteil, und zwar von einem Kollegen, den wir extra dafür angestellt haben: Alex Trunz, bisher Sportredaktor bei der BZ. Der ganze übrige "Bund" wird selbstverständlich in Bern produziert, wobei wir hoffen, vier, fünf Tagi-Seiten pro Tag integral übernehmen zu können."