Details zur neuen Bezahlstrategie von "Bild.de"

Axel Springer - Schritt hin zur multimedialen Marke.

Axel Springer wird am kommenden Montag "Bild Plus" vorstellen. Dahinter verbirgt sich laut kress.de die Bezahlstrategie von "Bild.de". Die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) will bereits Details dazu erfahren haben. Die kostenpflichtigen Beiträge sollen demnach in drei Preiskategorien zwischen 99 Cent und 14,99 Euro zu haben sein. Die Höhe sei jeweils davon abhängig, auf welchen Geräten der Kunde die Inhalte konsumiert: nur Online, über Apps oder auf Papier. Die Bundesliga könne zudem nur buchen, wer auch ein Abo hat. 

"Was Springer sich vorstellt, könnte der entschlossenste Versuch eines deutschen Verlags sein, eine Marke ins Internet zu übersetzen", schreibt die "Süddeutsche" weiter. "Aus 'Bild' soll eine multimediale Unterhaltungswelt werden - aus Nachrichten, Fußball, Filmen, Meinungen, Produkten und Kontakten." Dabei sei nicht das Ziel, das gedruckte Wort auf eine digitale Abspielfläche zu verlagern, zitiert die "SZ" Springer-Kreise. 

Mit einem solchen Schritt würde sich "Bild" als erste Boulevardzeitung hinter die Paywall wagen. Ringier hat die Einführung eines Bezahlmodells für den "Blick" vor kurzem verschoben, die britische "Sun" bastelt ebenfalls noch an einer Pay-Strategie. (kress.de)