Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat im Geschäftsjahr 2013 bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Der Umsatz stieg um 6,3 Prozent auf 87,2 Mio. Euro. Der Zuwachs wurde vor allem von der Vermarktung der AP-Nachrichten im deutschsprachigen Raum getragen.
Auch die Rückkehr von zwei Medien-Grosskunden trug zu dieser Entwicklung bei. Der Jahresüberschuss der Deutschen Presse-Agentur kletterte auf 910'000 Euro nach 684'000 Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag nach der dpa- Generalversammlung in Berlin mitteilte.
Nach der Gesellschafterversammlung wählte der Verwaltungsrat der Agentur den Würzburger Verlagsmanager David Brandstätter zum neuen Präsidenten. Brandstätter folgt auf Karlheinz Röthemeier, der 18 Jahre lang an der Spitze des Gremiums stand und nun zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Brandstätter ist gelernter Nachrichtenredakteur. Er steht seit Juli 2001 als Geschäftsführer an der Spitze der Mediengruppe Main-Post.
Zur Geschäftsentwicklung der dpa berichtete Geschäftsleiter Michael Segbers, die vorgelegten Zahlen seien "eine Ermutigung, den begonnenen Umbau der dpa konsequent weiterzuführen". Zwar bleibe das Geschäft mit Nachrichten und multimedialen Inhalten angesichts der rückläufigen Zeitungsauflagen in Deutschland nicht einfach.
Das Ergebnis für 2013 zeige aber, dass "wir auf einem guten Weg sind". Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr erklärte Segbers: "Auch das Jahr 2014 läuft bislang für uns wirtschaftlich erfolgreich - trotz der erheblichen Zusatzkosten, die wir durch die Berichterstattung von den Olympischen Winterspielen in Sotschi und von der Fussball-WM in Brasilien hatten und haben."
Im redaktionellen Alltag setzt dpa darauf, den intensiven Dialog mit den deutschen Medien weiter auszubauen, wie Chefredakteur Sven Gösmann betonte. Dazu sollten nicht nur die Kundenportale dpa news und dpa agenda beitragen.
So sei das Programm"Change your seat", ein Austausch zwischen Kundenredakteuren und dpa-Mitarbeitern, hervorragend angelaufen. "Es bringt uns mit jedem Kollegen, den wir begrüssen oder besuchen dürfen, neue wertvolle Erkenntnisse für die Justierung unserer Dienste", sagte Gösmann. Bisher beteiligten sich mehr als 70 Medienhäuser und Onlinedienste aus ganz Deutschland. (sda)