Deutscher Journalist seit über 100 Tagen verschollen

Syrien - Armin Wertz wollte über Flüchtlingssituation berichten.

Vor mehr als 100 Tagen ist der deutsche Journalist Armin Wertz in Syrien von Sicherheitskräften aufgegriffen worden. Die Schweizer Internetplattform "Journal21", für die Wertz unter anderem arbeitete, hatte Anfang Mai zum letzten Mal Kontakt zu ihm. Wenige Tage später habe sich der 68-jährige Kriegsreporter noch bei einem Freund gemeldet, berichtete "Journal 21" am Mittwoch. Seither herrsche Funkstille. Wertz war Anfang Mai in der Nähe von Aleppo festgenommen worden.

"Journal21" fordert in einem Schreiben an das syrische Generalkonsulat in Genf die baldige Freilassung seines Mitarbeiters. Auch die Nichtregierungsorganisation "Reporter ohne Grenzen" und das deutsche Aussenministerium setzen sich für ihn ein.

Wertz wollte in Syrien gemäss "Journal21" vor allem über die Situation der Flüchtlinge berichten. Derzeit gelten mindestens sieben ausländische Medienschaffende in Syrien als verschollen, wie aus dem Communiqué hervorgeht. Es handelt sich um Staatsangehörige aus Frankreich, Italien, Jordanien, Polen und den USA. Syrien gehört wegen des Bürgerkriegs zu den weltweit gefährlichsten Ländern auch für Journalisten, wie "Reporter ohne Grenzen" schreiben. (sda)